
Mehrfamilienhaus in Holzbauweise, Foto: Marek Brandt/Fotolia
Die Hamburger Holzbaustrategie setzt wichtige Impulse für das Bauen mit dem Baustoff Holz. Ziel ist es, die grauen Emissionen des Bauens zu reduzieren und natürliche Ressourcen zu schonen. Hierbei wird auf fünf Handlungsfelder gesetzt, um den Holzbau bis 2030 weiter zu stärken: Netzwerke des Holzbaus, Nachhaltiger Rohstoff Holz, modernes Regelwerk Holzbau, Anerkennung der Klimaschutzwirkung, Vorbild öffentliche Hand.
Bis 2030 soll der Holzbau in Hamburg deutlich gestärkt und als hochwertige, langlebige, ressourcenschonende und recyclingfähige Bauweise etabliert werden. Die Strategie bündelt dafür folgende Handlungsfelder:
Netzwerke des Holzbaus
Hamburg stärkt Austausch, Qualifizierung und Wissenstransfer rund um den Holzbau, etwa durch Fachveranstaltungen, Fortbildungsangebote, Hochschulnetzwerke und bestehende Formate wie das Hamburger Holzbauforum – https://zebau.de/hamburger-holzbauforum
Nachhaltiger Rohstoff Holz
Der Einsatz von Holz soll konsequent an Herkunft und verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung mit zertifizierten Lieferketten gekoppelt werden. In diesem Zusammenhang sind die beiden großen Zertifizierungssysteme FSC und PEFC zu nennen. Hier gibt es neben der Zertifizierung durch die Lieferkette auch die Projektzertifizierung. Das heißt für die Betriebe, dass sie nicht selbst zertifiziert sein müssen, sondern der Nachweis durch belegbare Dokumente, wie Lieferscheine und Rechnungen, möglich ist.
Weiter stehen Langlebigkeit, die spätere Wiederverwendbarkeit von Holzbauteilen und die Kaskadennutzung im Fokus.
Modernes Regelwerk Holzbau
Hamburg hat Anfang 2026 die neue MHolzBauRL 2024-09 als Technische Baubestimmung eingeführt. Damit ist die Holztafel- und Massivholzbauweise in der Gebäudeklasse 4 und 5 auch in Hamburg rechtssicher einsetzbar.
Anerkennung der Klimaschutzwirkung
Der Einsatz von Holz wird durch Förderinstrumente unterstützt. Voraussetzung dafür sind eine nachweisbare nachhaltige Herkunft und eine verpflichtende Qualitätssicherung. In Anspruch genommen werden können die Förderprogramme beim Sozialen Wohnungsneubau (Wohnungen mit Mietpreisbindung), beim Bau von Nichtwohngebäuden sowie beim Bau von sogenannten freifinanzierten Wohngebäuden (Wohnungen ohne Mietpreisbindung).
Infos zur Qualitätssicherung Holzbau finden Sie unter https://holzbau-netzwerk-nord.de/qs
Vorbild öffentliche Hand
Die Stadt will bei eigenen Bauvorhaben mit gutem Beispiel vorangehen. Öffentliche Gebäude sollen über den gesamten Lebenszyklus betrachtet und bereits in frühen Planungsphasen auf den Einsatz von Holz und anderen klimaschonenden Baustoffen geprüft werden.
Insgesamt schafft die Hamburger Holzbaustrategie damit einen verbindlichen Rahmen, um Holzbau praxistauglichen in der Breite anwendbar zu machen. Damit entwickelt Hamburg diesen wirksamen Baustein für klimafreundliches Bauen weiter.
Weiterführende Links
Hamburger Holzbaustrategie: Nachhaltiges Bauen für eine klimafreundliche Zukunft
Direkter Link zum Download der Broschüre: Hamburger Holzbaustrategie
Netzwerke des Holzbaus: Hamburger Holzbauforum
Infos zu den Förderprogrammen: Klimaschonendes Bauen wird gefördert

