Die eigene Website sichtbar halten, trotz oder mit KI-Suchmaschinen

Für wen lohnt sich eine Optimierung der Website für die KI-Suchsysteme und was sollte man bei der nächsten Aktualisierung der Homepage beachten? Was hat sich durch KI-Suchergebnisse geändert? Und warum bekommen Handwerksbetriebe weniger Besucher auf ihre Websites und auch weniger Anfragen darüber?

Eine Ursache dafür sind die von künstlicher Intelligenz generierten Kurzübersichten – die sogenannten AI-Overviews (kurz AIO), die z.B. Google im März 2025 eingeführt hat. Auf Grundlage der eingegebenen Suchbegriffe generiert z.B. die KI von Google diese Übersicht (AIO). Dabei schätzt die KI die Suchabsicht des Nutzers ein und versucht für diese Suchabsicht die beste Antwort zu geben. Das heißt z.B. die Angabe des eigenen Berufs bei der Suche führt zu anderen und auch exakteren Suchergebnissen.

Durch diese AI-Kurzübersichten (AIO) fühlen sich immer mehr Sucher schon ausreichend informiert und schauen in der klassischen Google Ergebnisanzeige nicht weiter. Im besten Fall klicken sie gerade noch auf die Links die als Quellen der AI-Kurzübersicht angezeigt werden. Klicks auf diese Links sind leider deutlich seltener als Klicks auf die altbekannte Linkliste bei Google. Aber: Wer hier nicht erscheint, verschwindet komplett. Wegen dieser grundlegenden Veränderung der Sichtbarkeit in Suchmaschinen ist es wichtig, in den AIO als Quelle verlinkt zu werden.

Durch diese AIO‘s hat sich auch die Art der Suchanfragen verändert. Die Nutzer geben ganze Sätze wie z.B. „Ich suche in Kiel eine Zimmerei für einen Anbau in Holzbauweise an mein Haus“ ein. Auf diese Veränderungen sollte man mit fachlich korrekten und allgemein verständlich formulierten Inhalten reagieren. Weiterhin sollten die Inhalte gut strukturiert und aktuell sein. Durch die Angabe des Betriebs-Standorts, Referenzen und Beurteilungen wird dazu die Vertrauenswürdigkeit erhöht.

Im „dachbau magazin“ (1-2 / 2026) beschreibt Nina le Viseur von Story Hacker es wie folgt: „Die KI von Google bevorzugt Quellen, die präzise Antworten auf typische Nutzerfragen liefern, fachlich nachvollziehbar sind und technisch so ausformuliert wurden, dass die Maschine sie eindeutig verarbeiten kann.“ Und weiter: „Webseiten können in den AI-Overviews auf unterschiedliche Weise sichtbar werden – so z.B. als zitierte Textquelle, als weiterführender Link oder durch eingebundene Bilder.“

Was können wir selbst konkret machen? Nina le Viseur von Story Hacker listet „Fünf Faktoren für Sichtbarkeit“ auf, die wir hier kurz zitieren:

  1. Inhalte durchgängig mit eindeutigen Fachbegriffen beschreiben, wie „Massivholzbauweise aus Brettsperrholz“ oder „Holztafelbauweise“ anstatt „wir bauen in Holz“.
  2. Klare Antworten auf Kundenfragen geben. Jede Seite sollte sich auf ein klar definiertes Hauptthema konzentrieren und dafür durchgängig einheitliche Fachbegriffe verwenden. Die zentrale Frage sollte direkt unter der Hauptüberschrift in 30 bis max. 60 Wörtern zitierfähig beantwortet werden.
  3. Strukturierte Inhalte mit Tabellen und Listen, damit Suchmaschinen die Inhalte schneller erkennen können.
  4. Lokale Signale und Nachweise, erreicht man durch ein Google Business Profil, vollständige Adressdaten auf der Website, Referenzen und Projektfotos mit passenden Alt-Texten.
  5. Technische Auszeichnungen helfen Google den Text zuzuordnen, ob es sich z.B. um Adressdaten, Öffnungszeiten, Leistungsangebote oder Kundenbewertungen handelt.

Eine AIO-Optimierung lohnt sich insbesondere für Unternehmen, die einen Großteil ihrer Kunden über die eigene Website gewinnen. Doch auch für alle anderen Betriebe ist es ratsam, dieses Thema nicht zu unterschätzen. Spätestens bei der nächsten Aktualisierung der Website oder im Gespräch mit der betreuenden Webagentur sollte AIO daher berücksichtigt werden.

Folgende bisherige Kriterien für suchmaschinenoptimierte Websites (SEO – Search Engine Optimization) behalten aber auch zukünftig ihre Bedeutung: Die Websites müssen gut programmiert (unter Berücksichtigung der Barrierefreiheit) und für Smartphones etc. optimiert sein. Bilder und Videos müssen schnell geladen werden. Die Website sollte logisch strukturiert und gut gestaltet sein.

Dem Fazit des handwerk magazin (siehe unten) möchten wir uns anschließen:
„Für Handwerksbetriebe heißt das: Wer lokal sichtbar ist, verständlich kommuniziert und echte Nutzerfragen beantwortet, bleibt auch unter neuen Bedingungen präsent.“

Weiterführende Links, bzw Quellen:

Das Wort "Newsletter" aus Holzbausteinen gelegt.
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