
Gruppenbild mit Tradition und treuen Mitgliedern des Holzbauzentrums*Nord Quelle: Ploß, HBZ*
Trotz des winterlichen Wetters zog es die Mitglieder des HBZ*Nord erneut auf den verschneiten Aschberg in Ascheffel zum alljährlichen Mitgliedertag. Bereits im Foyer wurden die Teilnehmer mit hölzerner Wanddekoration auf den Tag im Zeichen des Holzbaus eingestimmt.
Eröffnet wurde der 9. HBZ*Mitgliedertag von Jan Christian Janßen dem Hauptgeschäftsführer des Baugewerbeverbandes Schleswig-Holstein. Er versprach, sich für die Mitglieder des HBZ*Nord einzusetzen und informierte über Investitionen in die Infrastruktur in Schleswig-Holstein im Rahmen des Sondervermögens der Bundesregierung.
Nachfolgend begrüßte Dipl.-Ing. Erik Preuß, Geschäftsführer des HBZ*Nord, alle Teilnehmer und berichtete über die Aktivitäten des HBZ*Nord im vergangenen Jahr, u.a. erfolgreiche Seminare, die Landesfachgruppentagungen sowie den 13. Norddeutschen Holzbautag. Er kündigte das Highlight dieses Jahres – die Holzbauhalle auf der NordBau 2026 mit dem Thema „Holz*Handwerk*Zukunft*“an. An der Organisation dieser großartigen Aktion arbeiten derzeit alle Akteure des Holzbauzentrums*Nord.

Alle verfolgen gespannt den ersten Vortrag „Checkliste-Steildachsanierung“ von Claus Michael Semmler vom HBZ*Nord
Quelle: Ploß, HBZ*
Fachberater Claus Michael Semmler vom HBZ*Nord startete den ErFa-Tag mit einer Checkliste zur Steildachsanierung. Hier stellte er die drei Phasen Planungs- Bau- und Nutzungsphase vor. Inhaltlich regten die Photovoltaikpflicht sowie Vorgaben zu Lüftungskonzepten lebendige Diskussionen an. Auch die Förderung des Wohnungsbaus und die Berücksichtigung des Qualitätssiegels Nachhaltiges Bauen (QNG) oder der Lebenszyklusanalyse (LCA) eröffneten einen angeregten Austausch. Besonders wurde die Frage diskutiert, wie man sich diese umfangreiche Arbeit vergüten lassen kann. „All diese Dinge muss ich bei einer Dachsanierung im Kopf haben, ob das wohl der Grund ist warum ich abends immer so seltsam müde bin“, sagte Hans-Henning Wegner von Lindemann-Bau nach diesem Vortrag mit einem Augenzwinkern.
In seinem anschließenden Vortrag „Bauen für die Bundeswehr und daraus entstehende Chancen für unsere Betriebe“ stellte er die Ausschreibungen der Bundeswehr für Schleswig-Holstein vor und ergänzte: „Im Umfeld der neuen Kasernen werden auch Wohngebäude und weitere Infrastruktur benötigt, die dann in unseren Bereich fallen können.“

Die Pausen werden für inspirierende Gespräche unter Kollegen genutzt
Quelle: Ploß, HBZ*
Der Witterungsschutz und die verschiedenen Strategien wurden anhand vielfältiger Projekte durch Martin Gehrmann von Holzbau Gehrmann, Gerald Wittenberg von Zimmerei Arp und Matthias Hausschild von Holzbau Hauschildt vorgestellt. Hieraus ergaben sich immer wieder interessierte Fragen sowie lebendige Wortbeiträge aus den Reihen der Mitglieder.
Abschließend ging Thorge Weiß von Holzbau Gehrmann der Frage nach: „Wie können wir Wissen und Können sichern?“ Setzen wir auf digitale Anleitungen mit Skizzen? Oder besser Videos, um den Prozess zu dokumentieren? Oder gleich KI? Generell müssen Strategien entwickelt werden, wie man das Wissen der Älteren an die Jüngeren weitergeben kann, um es zu bewahren. Damit wird sich nicht nur der Holzbau, sondern auch das gesamte Baugewerbe in den nächsten Jahren auseinandersetzen müssen.

