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Für die Wahl des geeigneten Dämmstoffes  gibt es unterschiedliche Materialien für vielfältige Anwendungen in und an Gebäuden. Eines der wesentlichen Auswahlkriterien für den Dämmstoff ist die Wärmeleitfähigkeit. Bereits mit der Planung werden frühzeitig die Erfüllung gesetzlicher Mindeststandards an den Wärmeschutz und ggf. darüber hinausgehende Forderungen bestimmt. Das „Dilemma“ fängt häufig bei den ausgewiesenen Werten an. Welcher von den Herstellern ausgewiesene Wert der Wärmeleitfähigkeit ist für den Nachweis des Wärmeschutzes anzusetzen: Bemessungswert oder Nennwert?

Vor zwei Jahren – im März 2017 – wurde die neue Bemessungsnorm DIN 4108-4, „Wärme- und feuchteschutztechnische Bemessungswerte“ veröffentlicht. Dennoch gibt es heute immer noch Verwirrung welcher Wert nun ausschlaggebend ist – z.B. bei Ausschreibungen oder Angeboten.

Der Nennwert ist der Wert, den die Dämmstoffhersteller im Rahmen der europäischen CE-Kennzeichnung für ihre Produkte deklarieren. Dabei handelt es sich um eine statistische Kennzahl: Der Hersteller darf für seine Dämmstoffe einen bestimmten Nennwert deklarieren, wenn dieser bei mindestens 90% der Produktionsmenge erreicht wird.

Hierzulande darf der Nennwert nämlich für viele bauphysikalische Berechnungen rund um die Wärmedämmung – zum Beispiel für den Wärmeschutznachweis eines Gebäudes nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) – gar nicht verwendet werden. Stattdessen muss hier mit dem Bemessungswert gerechnet werden. Dieser Wert ist nach DIN 4108 im Rahmen einer bauaufsichtlichen Zulassung durch das Deutsche Institut für Bautechnik zu ermitteln.

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