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Ideen für nachhaltige Stadtentwicklung gibt es viele. Entscheidend ist, den Ideen auch Taten folgen zu lassen. Der Solar Decathlon Europe (SDE) steht daher unter dem Motto „Design – Build – Operate“. und ist seit nunmehr bereits 20 Jahren ein internationaler Hochschulwettbewerb für nachhaltiges Bauen und Leben in der Stadt.

Er findet nun vom 10. bis 26. Juni 2022 erstmals in Deutschland, Wuppertal, statt. 18 Teams aus elf Ländern planen und bauen die Stadt von morgen. Darunter auch ein norddeutsches Team von der TH Lübeck.

Dabei geht es um Bestandssanierungen und innovative Nachverdichtungskonzepte auf dem Weg zum klimaneutralen Quartier. Die Teams befassen sich mit drei typischen Aufgaben des Bauens im Bestand: Anbauen, Aufstocken und Baulücken schließen. Jedes Team präsentiert einen Entwurf für ein Gesamtgebäude wie in einem typischen Architekturwettbewerb. Daneben errichten die Studierenden jeweils einen repräsentativen Teil dieses Gebäudes, etwa eine Wohneinheit, als Demonstrator im Maßstab 1:1.

Die Teams messen sich vor Ort in zehn Disziplinen, daher auch der Name Decathlon – Zehnkampf. Neben den fünf Kerndisziplinen Architektur, Funktion, Energie, Komfort und Kommunikation legt der Wuppertaler Wettbewerb Schwerpunkte auf das recyclinggerechte Bauen, die sozio-ökonomischen Qualität der Konzepte und die urbane Mobilität. Eine international besetzte Fachjury bewertet die Arbeit der Teams. In Verbindung mit Fachverbänden werden zusätzliche Sonderpreise vergeben wie beispielweise für Holzbau oder Licht und Beleuchtung. Themen- und Ländertage erweitern das Programm mit Veranstaltungen und Ausstellungen.

Neu ist auch, dass acht der 18 Gebäude nach dem Finale als „Living Lab. NRW“ vor Ort verbleiben und damit für Forschung, Lehre und Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung stehen. Das Living Lab. NRW wird vom Nordrhein-Westfälischen Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie gefördert.

Ziel des SDE 21/22 ist es, vor dem Hintergrund des Klimawandels die Energiewende in urbanen Quartieren voranzubringen. Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), tragen wir so zum Erreichen eines nahezu klimaneutralen Gebäudebestands bis 2050 bei.

Weitere Informationen und das Ablaufprogramm finden Sie hier.

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