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Mit der Charta für Holz 2.0 wurden ehrgeizige Ziele zur Ausweitung der Holzverwendung formuliert. Derzeit laufen diverse Initiativen zur Ausweitung des Holzbaus. Der nachhaltig erzeugte, nachwachsende Baustoff Holz soll mineralische und metallische Baustoffe ersetzen, die bei der Herstellung einen wesentlich größeren CO2-Fußabdruck hinterlassen.

Durch die Holzverwendung in Bauwerken kann viel Kohlenstoff über Jahrzehnte gebunden werden, wodurch die Kohlenstoffspeicherfunktion des Waldes verlängert wird. Doch der Klimawandel hat durch Dürren, Stürme sowie durch die von Schadinsekten verursachten Kalamitäten dem Wald in den letzten Jahren extrem zugesetzt. Darüber hinaus werden seit mehreren Jahrzehnten unsere Wälder umgebaut, weg von den weit verbreiteten Nadelholz-Monokulturen hin zu naturnah bewirtschafteten Mischwäldern. Doch was bedeutet das? Woher kommt in der Zukunft das Holz für die vielen Holzbau-Initiativen? Haben wir überhaupt genug Holz? Und was ist mit den anderen Erwartungen an den Wald? Biodiversität, Erholungsraum, Schutzfunktion, Wasserspeicher, etc. ?

Termin: Mittwoch, 04. und Donnerstag, 05. Mai 2022, jeweils 18.00 bis 20.45 Uhr
Ort: Online

Programm 04. Mai:

  • Einflussfaktoren für das zukünftige Rohholzaufkommen – Womit müssen wir rechnen? (Arbeitstitel)
    Prof. Dr. Andreas Bolte, Institutsleiter, Thünen-Institut für Waldökologie
  • Klimaschutz durch Holzbau …und welche Holzmenge braucht man dafür? (Arbeitstitel)
    Dr. Sebastian Rüter, Leiter Arbeitsbereich Auswirkungen der Holznutzung auf Umwelt und Klima, Thünen-Institut für Holzforschung
  • Wer deckt den Holzbedarf? Holzbilanz und Handelsströme, Import und Export
    Dr. Sebastian Glasenapp, Dr. Dominik Jochem, Dr. Holger Weimar, Arbeitsbereich Holzmärkte, Thünen-Institut für Waldwirtschaft
  • Der Wald im Sperrfeuer von Klimaschutz, Biodiversität, Ökosystemleistungen und Rohstoffbedarf (Arbeitstitel)
    Dr. Susanne Winter, Programmleiterin Wald WWF Deutschland

Programm 05. Mai:

  • Holzbau liegt im Trend. Welche Steigerung ist realistisch?
    Dipl.-Ing. (FH) Johannes Niedermeyer, Geschäftsführer Holzbau Deutschland-Institut e.V.
  • Steigende Holzbauquote, fehlender Rohstoff? Welche Potenziale bieten Laubholz und andere nachwachsende Rohstoffe?Dr. Goran Schmidt, Consultant AFRY Management Consulting (Deutschland) GmbH
  • Wälder der Zukunft – neue Zeiten auch in der Holzverarbeitung? Einsatzbereiche von Laub- und Nadelholz aus Sicht der SägeindustrieJulia Möbus, Geschäftsführerin Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V.
  • Mit welchem Holz bauen? Wie sieht ein Holz- und Holz-Hybridbauunternehmen die Rohstoffverfügbarkeit in Zukunft?
    Dr. Jan Wenker, Projektleitung Forschung, Entwicklung, Innovation, Brüninghoff Group, Heiden

Anmeldung hier

Datum der Veranstaltung:

Mittwoch, 4. Mai 2022

Uhrzeit:

18:00 - 20.45 Uhr

Ort der Veranstaltung:

Online

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