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15. Dezember 2009


Holzbaupreis Schleswig-Holstein 2009 ist vergeben

Am 11. Dezember verlieh Forstministerin Juliane Rumpf während des Norddeutschen Holzbautages in Lübeck erstmals den Holzbaupreis Schleswig-Holstein. Mit diesem Preis werden realisierte Gebäude, die überwiegend aus Holz und Holzwerkstoffen sowie vergleichbaren nachwachsenden Rohstoffen bestehen, ausgezeichnet und der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Ministerin ehrte die Bauherren, Architekten, Tragwerksplaner und Holzbaubetriebe als Urheber der prämierten Bauwerke. Auslober ist der Landesbeirat Forst- und Holzwirtschaft beim Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Kiel.


Die siebenköpfige Fachjury unter Leitung des Architekten Hans-Eggert Bock hatte 28 eingereichte Projekte in den Kategorien „Bauen im Bestand“ und „Neubau“ zu bewerten. Sie entschied sich zwei Preise und vier Anerkennungen an Bauwerke zu vergeben, die ganz unterschiedliche Konzepte im Umgang mit dem Baustoff Holz aufweisen. Im Bereich des Neubaus wurde die Mensa Wiesenfeld in Glinde des Hamburger Architekten Dirk Landwehr mit einem Preis ausgezeichnet (Bauherr Stadt Glinde). Die Jury lobte den hohen Anspruch des formal ungewöhnlichen Entwurfs: „Das Bauwerk verdeutlicht, dass es gerade der gut geplante Holzbau ist, der wenig orthodoxe Architektur möglich macht.“


Der Wiederaufbau der nach einem Brand völlig zerstörten romanischen St. Severin-Kirche in Hademarschen der Architekten Petersen Pörksen Partner aus Lübeck wird als gelungener Beitrag für das heute allgegenwärtige Thema Bauen im Bestand gesehen und erhält ebenfalls einen Preis (Bauherr Nordelbische Kirchengemeinde). Die Jury war von dieser Arbeit begeistert: „Hier wird behutsam und mit viel Fingerspitzengefühl die gesamte Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten von Holz vorbildlich bespielt: konstruktiv, hüllend und raumprägend.“


In beiden Kategorien wurden weitere Anerkennungen für die Erweiterungsbauten eines Wohnhauses in Mölln und des Fachgymnasiums Preetz, für die Sanierung der Paul-Gerhardt-Schule in Lübeck sowie den Neubau einer Kapelle auf dem Campus der Uni Flensburg ausgesprochen. Der Landesbeirat Forst- und Holzwirtschaft als Auslober wie auch die Jury zeigten sich mit dem Ergebnis des Wettbewerbs sehr zufrieden. Alle eingereichten Bauwerke und natürlich besonders die prämierten Bauten belegen die mittlerweile hohe Qualität des Holzbaus in Schleswig-Holstein.

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