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Treehouses Bebelallee in Hamburg – Preisträger Holzbaupreis 2015

Bauherr:

Robert Vogel GmbH & Co. KG, Hamburg

Architekten:

blauraum architekten, Hamburg

Tragwerksplanung:

Ingenieurbüro Dr. Binnewies, Hamburg

Holzbau:

Holzbau Dethlefsen, Struckum

Fotograf:

Dominik Reipka, Martin Schlüter

Preis Neubau im Rahmen des Holzbaupreises 2015 – Bauen mit Holz in Schleswig-Holstein und Hamburg

Aufgrund einer ganzen Reihe von Aspekten hat der Beitrag Treehouses Bebelallee die Jury überzeugt. So steht das Objekt vor allem als beispielgebende Lösung im Umgang mit dem Gebäudebestand. In der umgesetzten Art und Weise wurde angesichts der Notwendigkeit innerstädtischer Verdichtung deutlich gemacht, wie mit den ganz typischen Bauaufgaben im Zusammenhang des Bestands der 1950er bis 1970er Jahre als einer der wesentlichen Zukunftsaufgaben konzeptionell wie konstruktiv umgegangen werden kann.

Die Beteiligten haben in diesem Bauvorhaben mit den Mitteln des modernen Holzbaus das optimale Konzept umgesetzt. Die Bestandsstruktur wurde nicht nur gesichert, da der Abriss vermieden werden konnte, vielmehr wurde die gesichtslose Bestandsarchitektur aufgewertet. Schließlich sind aufgrund des geringen Gewichts der Holzbaulösung keine zusätzlichen Maßnahmen zur Nachgründung erforderlich geworden.

Insgesamt handelt es sich um ein gelungenes baukonstruktives Sanierungskonzept, bei dem der konstruktive Holzbau überzeugend im urbanen Raum eingesetzt wird. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die Einhausung der Objekte während der Bauphase. Auf diese Weise wurde die dem modernen Holzbau innewohnende bautechnische Qualität witterungsunabhängig gesichert. Daneben weist das Projekt vorbildliche Lösungen zum konstruktiven Brandschutz auf. Geringfügige Defizite bei den Grundrisslösungen fallen dem gegenüber fast nicht ins Gewicht.

Formal ist es gelungen, die Ablesbarkeit der Aufstockung möglich zu machen, ohne dass es zu einem Auseinanderfallen, zu einer überdeutlichen Trennung von Bestand und Erweiterung kommt. Die Fassaden des Bestandes mit ortstypischem Klinker kontrastieren mit den für die Aufstockung verwendeten Holzschindeln, wobei mit zunehmender Reife der Schindeln die Wirkung an Qualität hinzu gewinnt. Die mit der Aufstockung einhergehende Veränderung der städtebaulichen Erscheinung des Gebäudebestands stellt daher einen deutlichen Zugewinn für den konkreten Ort dar.

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